Alle Rookies im Ziel!

Ein Teil der Rookies, kurz vor dem Start

Foto: Medienhaus Main-Echo/Andreas Schantz

Alle Teilnehmer des Main-Echo Rookie Projekts 2017, also meine Rookies, welche gestern beim Hensel Recycling Churfranken Triathlon gestartet sind, haben die Ziellinie erreicht! Darauf könnt Ihr alle mächtig stolz sein – und ich bin es auch!

 

Sieben Monate Training, viele Stunden im Schwimmbecken und im See, Laufen bei Wind und Wetter, gemeinsam oder alleine auf dem Rad die Bauernautobahn hoch und runter, mit Rücken- oder Gegenwind, als Koppeltraining oder Einzeldisziplin, das hat sich alles an diesem einen Tag ausgezahlt.

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Triathlon macht immer noch Spaß

In aller Kürze

Gestern war Race Day Ironman Frankfurt 2017. Ich habe diesen leider nicht ins Ziel gebracht, bei Gesamtzeit steht erneut DNF (did not finish). Darüber bin ich maßlos enttäuscht. Vor allem, weil ich in der Vorbereitung die Erwartungen an mich selbst so hoch geschraubt habe, diese aber nur beim Schwimmen und Radfahren erfüllen konnte. Es hat einfach nicht sollen sein. Und das ist auch schon alles, was ich an Negativem zu diesem Tag sagen möchte!

Vielmehr sage ich „Danke“ an all die lieben Menschen, die mir an diesem Tag durch ihre Anwesenheit an der Strecke, durch geistige Verbundenheit oder mit vielen lieben Worten beigestanden haben! Ich habe so viel Begeisterung und Freude in Euren Augen gesehen, das übersteigt die Enttäuschung um ein Vielfaches. Schön, dass Ihr alle für mich da wart!

In meinem Kopf sind schon seit langer Zeit viele Ideen für meine Zukunft und ich freue mich sehr darauf, meine Erfahrungen als Coach, Trainer oder Mentor an Interessierte weiter zu geben. Denn in jedem Misserfolg liegt immer auch ein positiver Effekt, der für Euch vielleicht von noch größerem Nutzen ist.

PS. Der IM Frankfurt ist Vergangenheit und dieser Artikel ist der Abschluss des Projekts. Gebt mir ein Paar Tage (oder Wochen 😉 ) Zeit, bis ich am See oder wo auch immer wir uns treffen, wieder mit Euch darüber fachsimpeln kann. Vielen Dank!

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Ironman Frankfurt 2017 BiB #2754

Bald ist es soweit! Nur noch wenige Tage bis zu dem Tag, auf den ich seit dem 4.7.2016 hin trainiere. So viele Gedanken, Gespräche, Zweifel, Aufmunterungen, Geduldsproben – vor allem für meine Familie. Alles zusammen genommen ein unglaublich gutes Gefühl, es bald geschafft zu haben!

Das Ziel ist immer noch das Ziel, daran hat sich nichts geändert. Mein körperlicher Zustand ist weit besser als 2015, mein durchschnittlicher Puls liegt mittlerweile bei 133/137 beim Radfahren/Laufen mit 28kmh/5:50minkm. Ich habe keine Beschwerden, der Halswirbel ist ruhig, die Sehnen und Gelenke entzündungsfrei. Sofern ich nicht vom Rad falle, habe ich keinen Zweifel, das Ding dieses Mal ins Ziel zu bringen … die Medaille wartet schon.

Aber das allerschönste ist die Tatsache, dass so viele liebe Menschen angekündigt haben, an die Strecke zu kommen, um mich zu unterstützen. Ich will gar nicht anfangen, einzelne zu nennen, ich würde sicher einige vergessen! Nur eine muss sein: Esther wird als Finish-Line-Catcher hinter der Ziellinie auf mich warten. Wenn ich rein komme, hat sie sicher schon hundert Athleten in den Finisherbereich begleitet –  toll, dass Du das machst! #binmächtigstolz

Oh je, da fang ich ja jetzt schon an zu heulen, wie soll das erst im Ziel aussehen …

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Ostern liegt im Odenwald

Ja, Ostern liegt wirklich im Odenwald. Es gibt sogar Unter- und Ober-Ostern, die Ostertalstraße und den Osterbach. Woher ich das weiß? Ich hatte Ende letzter Woche eine etwa einhundertfünfzig Kilometer lange Radrunde durch den Odenwald geplant. Diesmal wollte ich Reinheim meiden (viel zuviel Verkehr) und lieber Reichelsheim mal einen Besuch abstatten.

Weil ich aufgrund der Todesfälle von Rennradfahrern im Straßenverkehr in den letzten Wochen noch mehr darauf achte, Straßen mit hohem Verkehr und damit Bundesstraßen mit ein oder zweistelligen Nummern (B3, B26, B45, B47) zu meiden, habe ich mich auf die Suche nach einer Strecke gemacht, die solche Straßen nur quert oder entlang dieser ein mit dem Rennrad befahrbarer Fahrradweg existiert. Über diese Strecke möchte ich in diesem Artikel berichten. Weiterlesen

Die Gier nach Tempo

Du kennst vielleicht den Film Top Gun. In diesem gibt es eine Szene, in der Goose und Maverick „Ich spür die Gier, die Gier, nach Tempo in mir!“ ausrufen. Dieser Spruch wabert mir in letzter Zeit oft durch den Kopf. Denn er spiegelt meiner Meinung nach die derzeitige Entwicklung im Triathlon wieder (und wahrscheinlich nicht nur dort), immer schneller, weiter oder besser zu schwimmen, zu fahren oder zu laufen.

Ich finde das nicht gut. Das nimmt nicht nur mir den Spaß an der Sache. Muss ich mich rechtfertigen dafür, dass ich den Halbmarathon im Training „nur“ mit einer 6:05er Pace gelaufen bin? Warum sollte ich? Hey, ich bin stolz, so lange laufen zu können, ohne dass mir die Knie, Hüfte oder Sprunggelenke schmerzen! Weiterlesen

Noch gut drei Monate bis zum längsten Tag des Jahres

Aber eigentlich könnte er auch schon morgen statt finden, der IM Frankfurt. Nun gut, ich habe momentan sprichwörtlich die Nase voll, aber die Beine fühlen sich fit an wie schon lange nicht mehr. Jetzt heißt es, diese Kondition zu konservieren und auszubauen, damit ich endlich am 9. Juli den roten Teppich zum Römerberg hoch laufen kann. Zugegeben, die Schwimmausdauer fehlt mir noch, der Niedernberger See ist noch ein Paar Grade zu kalt, aber spätestens Anfang Mai wird es das erste Anschwimmen geben.

Wie geht es jetzt weiter mit dem Training?  Die nächsten vierzehn Tage habe ich frei. Sofern das Wetter mitspielt, möchte ich bis Ostern jeweils zwei 150km-Rad- und 30km-Laufeinheiten absolvieren. Das lange Schwimmen hat noch Zeit bis in den Mai hinein, da mache ich mir keinen Stress. An den 90 +/- 3 Minuten Schwimmzeit im Wettkampf ändert sich so oder so nicht mehr viel. Weiterlesen

Mein Brei für Hawaii …

Bei diesem Satz sehe ich immer das Werbebild eines bekannten Herstellers von Sportbreien vor meinem geistigen Auge. Darauf hält ein hochmotivierter Triathlet eine Schale mit Brei in der einen und einen Löffel in der anderen Hand und freut sich so unglaublich darauf, den Brei in der Schale endlich verschlingen zu dürfen, dass er schon einen ganz roten Kopf davon bekommen hat.

Aber nach Hawaii will ich ja gar nicht, das Ziel des Ironman Frankfurt auf dem Römerberg zu erreichen, genügt mir vollkommen. Nichtsdesdotrotz ist das Thema Ernährung im Ausdauersport, speziell im Triathlon, eindeutig die vierte Disziplin (auch wenn einige meinen, die vierte Disziplin sei der Wechsel; dann eben die fünfte). Und weil ich gerade eben wieder auf einen vor einiger Zeit gespeicherten Artikel des Tagesspiegel gestoßen bin (Dem Schleim auf der Spur), will ich heute mal meine Erfahrungen der letzten Wochen mit Euch teilen.

Am 21. Dezember 2016 war ich bei Peter Kartmann/PeKaFIT zur Leistungsdiagnostik. Die Werte waren unerwartet schlecht, das Ergebnis hat mich echt getroffen. Aber zum Glück hat mir Peter in der anschließenden Analyse so viele wertvolle Tipps gegeben, dank derer ich heute, also gut acht Wochen später, viel besser da stehe.

Die wesentlichen Punkte waren: Stell Deine Ernährung um, iss Zimt, Leinöl, kein Zucker und wenig Weißmehl! Zugegeben, von den beiden letzten Punkten bin ich aufgrund fehlender Disziplin noch weit entfernt, aber wir arbeiten daran. Von den beiden ersten hatte ich jedoch schon einmal gelesen … genau, in dem oben genannten Artikel.

Jetzt bin ich ja prinzipiell kein Freund von Menschen oder Organisationen, die behaupten, sie kennen das Allheilmittel und die Antwort auf alle Fragen des Universums. Aber in diesem Fall kann ich die Wirkung bestätigen – allerdings ohne Ei, weder roh noch gekocht (rohes, ungekochtes Ei würde ich aus hygenischen Gründen nicht zu mir nehmen).

Vor oder nach dem Training, eine Schale Brei (ja ich weiß, hört sich eklig an, ist aber lecker – wenn man sich daran gewöhnt hat) ist für mich zum Standard geworden. Wobei ich es mittlerweile vorziehe, am Morgen nüchtern zu laufen. Kleiner Einwurf: Peter meinte nämlich, ich solle, um die Fettverbrennung zu trainieren, zwei Stunden vor dem Training keine Kohlenhydrate mehr zu mir nehmen – das geht am besten vor dem Frühstück, also nüchtern. Dabei darf ich aber nicht vergessen, bei Läufen über 90 Minuten unbedingt etwas zu Essen mit zu nehmen. Der Einbruch kommt so plötzlich, innerhalb von Minuten, wenn ich da nichts nach schieben kann, ist der Ofen aus. Auf dem Rad ist das übrigens nochmal anders, da trifft mich der Hungerast später, aber stärker.

Aber zurück zum Brei. Ich nehme Alnatura Frühstücks(hafer-)brei Basis oder Früchte als Basis. Mit heißem Wasser aufgießen, so lange rühren und weiter heißes Wasser hinzugeben, bis sich eine angenehme Konsistenz ergeben hat. Hat dieser sich etwas abgekühlt, kommt ein Esslöffel Leinöl (pflanzliches Fett und wegen der mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren), ein Teelöffel Zimt, gepuffter Quinoa und/oder Amaranth, ein Paar Datteln und/oder andere Trockenfrüchte, einige Gojibeeren, Rosinen und/oder Korinthen, Cranberries, ein kleingeschnittener Apfel, eine Banane, ein wenig Honig und – ganz wichtig – ein Schuß selbstgemachter Ingwersirup dazu. Dank der Menge der Zutaten ist der Brei dann schon fast verschwunden ;). Etwas Eiweiß fehlt noch, da bietet sich geschälter Hanfsamen oder Hanf-Pulver an, wobei letzteres dem Brei doch leider eine unschöne grün-graue Farbe verleiht. Das ganze lauwarm gegessen, innerhalb der 30 wichtigen Minuten nach dem Training, … und der Tag kann kommen!

Sicher, das empfohlene Salz fehlt. Aber das nehme ich auf dem Rad in Form von Schwedentabletten zu mir. Drei, maximal vier Tabletten á 250mg pro Stunde und Krämpfe auf dem Rad oder beim anschließenden Laufen sind Geschichte.

Und die weiteren Hinweise aus dem Artikel werde ich auch mal ausprobieren. Gerade die Sache mit dem starken, bitteren Grüntee ist einen Versuch wert. Dann klappt’s auch mit der Langdistanz …