Wettkampfbericht zum 15. Rodgau Triathlon 2016

In diesem Jahr bin ich mal wieder beim Rodgau Triathlon gestartet. Voraussetzungen waren nicht so prall: Seit über einer Woche eine entzündete Wurzelspitze, mit Einnahme eines Antibiotikums und einem Haufen Ibuprofen 800 – gar nicht mein Ding sowas. Und mein linkes Sprunggelenk schmerzt seit dem Ladenburg Triathlon. Aber naja, in meinem reifen Alter hat man ja immer irgendetwas.

Harry, Silvio, Iris, Tobias und Lucy waren auch am Start, Volker, Timm und Kai (danke für die tollen Fotos!) als moralische Unterstützung dabei. Um 10:40 Uhr ging’s los, die neue Schwimmstrecke ging diesmal gegen den Uhrzeigersinn. Der Weg zur ersten Eckboje war ewig – nun ja, ich bin halt immer noch kein guter Schwimmer. Knapp unter der halben Stunde aus dem Wasser, alles gut. Sprint zur Wechselzone, dafür habe ich auf den letzen Metern meinen Puls reguliert. Weiterlesen

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Römerman aka „Ladenburger Triathlon-Festival“ 2016

Welch tolle Triathlon-Veranstaltung! Ich war dieses Jahr das erste Mal als Teilnehmer beim Römerman in Ladenburg dabei. Eine klassische olympische Distanz – eigentlich. Denn das Schwimmen findet im Neckar statt, flußabwärts.

Das Fazit vorweg: Ein äußert erfolgreicher Tag! Ein tolles, schnelles Schwimmen, eine kraftvolle Radrunde mit leichten Ansätzen von Krämpfen in den Oberschenkeln und ein abschließendes Laufen, das mich an meine Grenze brachte, ich aber durchlaufen konnte. Eine entspannte Wettkampfbesprechung mit Faris, sehr viele freundliche Helfer und Zuschauer, eine große Wechselzone – ein perfekter Triathlontag, was will man mehr!

tl;dr

2016-Roemerman-SchiffZur Startlinie wird man mit der Königin Silvia, dem größten Schiff der Weisse Flotte Heidelberg, gebracht. Dieses fährt flussaufwärts bis Flusskilometer 16, um dort zu wenden und die Athleten ins Wasser zu entlassen. Auf dem Schiff wird der Neo angezogen (die Wasser-temperatur des Neckar betrug gestern 21,9 °C). Hätte nicht ein Dickschiffkapitän die Sperrung des Neckar übersehen, wären wir nur 5 Minuten später im Wasser gewesen. So haben wir alle in den Neos im eigenen Saft gebraten, während wir auf die Vorbeifahrt des Schiffes warteten.

Dann aber ging es los: Man springt aus etwa einem Meter Höhe vom Schiff ins Wasser und schwimmt mit der Strömung Richtung Startlinie. Die Strömung war jedoch so stark, dass wir alle weit über die Startlinie geschoben wurden und somit wieder Richtung Schiff zurück schwimmen mussten – gegen die Strömung.

Aber auch das war nebensächlich. Denn wenn der Deutsche Wetterdienst um 13:30 Uhr nicht Entwarnung vor dem heranziehenden Gewitter und der Veranstalter daraufhin nicht grünes Licht gegeben hätte, wäre der Dampfer nicht vom Kai losgekommen und aus dem Triathlon wäre ein Duathlon geworden.

2016-Roemerman-SwimDie Strömung versprach also schnelle Schwimmzeiten. Die Prognose für den ersten Schwimmer war 17 Minuten. Ich hoffte, für die verlängerte Strecke von 1800 Metern weniger als 30 Minuten zu brauchen. Die 22 Minuten, die mir Esther beim Ausstieg zurief, konnte ich wirklich nicht glauben! Zum ersten Mal war ich beim Schwimmen im hinteren Mittelfeld und nicht unter den letzten 40 aus dem Wasser gekommen.

Der Weg vom Schwimmausstieg zur Wechselzone ist in Ladenburg sehr weit – was aber keine Kritik darstellen soll. Lieber schwimme ich im Neckar und muss dann ein wenig laufen, als dass ich in einem Schwimmbecken planschen muss. Also den Weg wirklich gesprintet, schließlich hatte ich beim Schwimmen nur wenig Körner verbraucht. Der eigentliche Wechsel ging dann sehr schnell. Der Weg zum Radaufstieg war ebenfalls weit, die Radschuhe steckten bereits in den Klickpedalen. Das werde ich beim nächsten Mal anders machen, schließlich ist es eine ziemliche Schmiererei, mit matschigen Füßen in die Schuhe zu gehen.

Damit zum Rad. Ich wusste, dass es eine schwere Strecke mit insgesamt 700 Höhenmeter zu bewältigen gab. Auf den ersten flachen Kilometern hatten sich einige Athleten wohl viel vorgenommen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass auf einem kaum 4 Meter breiten Feldweg in dritter Reihe überholt wurde! Auch rechts zu überholen scheint für einige Standard zu sein. Vor der Unterführung in Dossenheim wurde gewarnt, aber auch hier wurde ich noch überholt.

Dann begann meine Zeit: Ich hatte mich schon lange vor der Veranstaltung dafür entschieden, das TT zuhause zu lassen und lieber mit dem Trainingsrad zu starten. Und das war wohl die richtige Entscheidung. Einige Jungs mit edlen Carbonteilen hatten ihre Mühe, den Anstieg überhaupt zu nehmen. Da blieb ihnen meist nur der harte Wiegetritt – und das schon am ersten Anstieg.

Ich aber konnte dank der vielen Trainingsrunden im Spessart hier meine ganze Kraft ausspielen. Mittleres Kettenblatt und zweitgrößtes Ritzel waren die beste Wahl. Mit konstant 13 km/h gings den Buckel nuff, einige Male konnte ich mit einem Antritt in engen Kurven einige ganze Reihe von Athleten überholen. Weil ich die Strecke und damit die Länge des Anstiegs nicht kannte, habe ich einen anderen Athleten angesprochen, der stetig und schnell den Anstieg nahm. Ich konnte ihm bis kurz vor der Höhe folgen.

In der folgenden langen Abfahrt überholte ich ihn – aber nur dank größerer Masse. Diese Abfahrt ist mit das Beste, was ich an Radstrecken bisher erleben durfte: Hervorragender Fahrbahnbelag, für den Autoverkehr gesperrt, übersichtliche und gut ausgeschilderte Kurven, hohes Tempo. Und zu meinem Glück fuhr ich auf einen Athleten aus Ladenburg auf, der die Strecke wie seine Westentasche kannte. Immer, wenn er auf die Gegenspur fuhr, um die Kurve anzufahren, brauchte ich ihm nur zu folgen, um das hohe Tempo zu halten. Nur an einer Haarnadelkurve wären die Helfer der Feuerwehr vor der Kurve hilfreicher gewesen als im Scheitelpunkt.

Den dann folgenden zweiten langen Anstieg habe ich dann nicht mehr so dynamisch nehmen können wie den ersten. Etwas überpacet hatte ich schon, das muss ich zugeben. Ich wurde von einigen Athleten überholt. 2016-Roemerman-GraphAuf den letzten flachen 9 Kilometern wurde dann leider wie zu Beginn gelutscht, was das Zeug hält. Aber das ist heutzutage anscheinend leider so, Skrupel haben nur noch wenige. Auch auf Hinweise von mir wie „du bist zu dicht“ hat natürlich niemand reagiert, egal.

Und so bin ich mit einem etwas zu hohen Durchschnittspuls zum zweiten Mal in die Wechselzone gekommen. Die Schuhe waren schnell angezogen und schon ging es los auf die Laufstrecke.

Das diese etwas kurios ist, wurde uns bereits in der Wettkampfbesprechung erklärt: Man läuft aus dem Stadion hinaus auf eine etwa viereinhalb Kilometer lange Runde. Am Ende dieser Runde läuft man wieder in das Stadion hinein, läuft eine Runde um dann die zweite Runde außerhalb anzugehen. Hat man diese geschafft, geht es wieder ins Stadion hinein. Hier muss man aber bedenken, dass zunächst noch einen volle Runde im Stadion zu laufen ist, bevor man durch das Ziel laufen darf. Dies haben vielleicht einige übersehen, anders kann ich mir nicht erklären, warum ich von Platz 223 am Samstag Abend auf Platz 203 am Sonntag vorgerückt bin.

D2016-Roemerman-Lauf01.jpgas Laufen selbst war die ersten 5 Kilometer passabel, ein Durchschnittspuls von 155 moderat.
Ich hatte einen Athleten (Ingo) gefunden, der genau mein Tempo lief.
Leider habe ich ihn bei km 7 verloren, er hatte Rückenschmerzen und meinte, ich solle einfach mein Tempo weiter laufen. Also versuchte ich, die 5 min/km zu halten, was mir aber auf den letzten 1000 Metern leider nicht mehr ganz gelang. Da lies ich die 59 Sekunden liegen, die mir eine Sub-50 Zeit und damit PB gebracht hätten. Egal, ich wollte im Ziel lächeln und das konnte ich nach kurzer Erholungszeit auch.

2016-Roemerman-Zieleinlauf.jpg

Zum Schluss noch die nackten Zahlen:2016-Roemerman-Ergebnis

Alternativer Marathon

Am 30. Oktober 2016 findet der Frankfurt Marathon statt. Die Anmeldegebühr ist seit 1.7. auf 85 € gestiegen. Das ist meinem Kumpel Ruben und mir zu viel.

Ich bin ja noch nie einen Marathon gelaufen, da hat Ruben einen erheblichen Vorsprung. Trainingsrunden von 30 bis 35 km aber schon. Warum also nicht an eben jenem 30.10. einen alternativen Marathon laufen?

Wir bereiten uns beide auf den Frankfurt Ironman 2017 vor. Der abschließende Marathon wird hier als vier mal zu laufende 10,5 km Runde absolviert. Und genau das wollen wir simulieren! Ich habe mir dafür diese der Frankfurter ähnliche Runde überlegt: Marathonrunde 4x10.5km Sulzbach-Wallstadt - Runmap

Die Strecke führt vom Sulzbacher Kreisel nach und durch Kleinwallstadt, auf Straßen mit möglichst wenig Einmündungen. In einer Schleife laufen wir durch die Bahnunterführung (Achtung: Kopf einziehen), um Wartezeiten an geschlossenen Schranken zu vermeiden. Über die Schleuse Kleinwallstadt geht es auf die andere Mainseite. Zunächst der Radweg, dann die Straße am Gestüt vorbei, führt uns zur Blauen Brücke zurück.

An der Blauen Brücke auf der Seeseite und in Kleinwallstadt an der Schleuse wollen wir jeweils eine Verpflegungsstelle einrichten.

Hat noch jemand Lust mit zu laufen? Es gibt nur wenige Bedingungen:

  • Du akzeptierst, dass dies keine offizielle Laufveranstaltung ist, nur ein paar Triathleten (und Läufer), die Spaß am Laufen haben.
  • Du akzeptierst, dass dies kein Rennen ist. Es geht nicht um Bestzeiten, sondern um das Trainieren der letzten 10 Kilometer eines Marathons. Wir können uns über einen konstanten Schnitt von 6 km pro Kilometer freuen!
  • Du akzeptierst, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist. Es gibt keine Absicherung der Strecke. In den Ortschaften wird auf Gehwegen gelaufen.
  • Für Verpflegung sorgst Du selbst. Vor dem Lauf kann diese an den beiden Verpflegungsstellen abgestellt werden. Ich übernehme keine Verantwortung für abhanden gekommene Verpflegung.

Laufbeginn und das endgültige Datum werde ich noch bekannt geben. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich die eine oder der andere angesprochen fühlen und mitlaufen würde.

T-360 Tage

CT Rookie-Projekt 2016: Die Mutter der Kompanie

Man ist ja nicht so oft in der Zeitung, aber am Mittwoch war es so weit: Martin Schwarzkopf, seines Zeichens Chefredakteur und Rookie im Churfranken Triathlon Rookie Projekt, hat einen wunderschönen Artikel über mich und mein Engagement verfasst. Dieser ist aus einem kurzen Telefonat mit ein Paar Fakten meiner „Triathlonkarriere“ hat er einen Artikel verfasst, der ganz meinem Stil entspricht – der Mann versteht halt seinen Job.

Ich habe so viel positive Rückmeldung erhalten, aus vielen Ecken des bayerischen Untermains, das macht echt stolz.

Hier noch der Vollständigkeit halber der abfotografierte Artikel.

20160629_MainEchoArtikel

CT Rookie-Projekt 2016: 3. Koppeltraining Rad-Lauf

(Kopie des Artikels im Main-Echo Rookie Blog vom 30. Juni 2016)

Koppeltraining Rad-Lauf am Dienstag …

… ist nun auch schon wieder zwei Tage her. Aber das hat diesmal so einen Spaß gemacht, da muss noch ein Post mit Bild her.

Wir waren diesmal die stattliche Zahl von 11 Rookies, die es sich nicht nehmen ließen, die 5-6 Kilometer Rad zu fahren und darauf noch knapp 2 Kilometer zu laufen – und das 3 mal!

Man hat allen angemerkt, dass sie mit Leidenschaft dabei waren, die Frage „Noch ein drittes Mal?“ habe ich mich nicht gefragt zu stellen … das war einfach selbstverständlich.

Ich freue mich sehr für Euch, dass Ihr voller Zuversicht in den Wettkampf am übernächsten Sonntag gehen könnt. Und macht Euch keine Sorgen über das Schwimmen, das wird schneller vorbei sein, als Ihr glaubt. Auch muss man immer wissen, wo seine Defizite liegen, damit man dort einen Trainingsschwerpunkt legen kann 😉

Good Job!

– Jörg

La Santa 2017: Gebucht!

Vor zehn Jahren habe ich mit dem Triathlonsport begonnen. Und jedes Jahr habe ich mit Neid auf die Athleten geschaut, die im europäischen Winter in ein Trainingslager in der Sonne fahren konnten. Dabei war und ist der Club La Santa auf Lanzarote mein bevorzugtes Ziel (Video Der Spirit vom Club La Santa).

Ihr ahnt es: Im Januar 2017 erfüllt sich endlich mein Traum! 10 Tage Schwimmen, Essen, Schlafen, Radfahren, Faulenzen, Laufen und natürlich Fachsimpeln – das, was wir Triathleten eh am besten können ;-). Und das alles mit Stefan als mein persönlicher Guide, der schon oft dort war und die Gegebenheiten des Clubs, die Umgebung und die Radstrecken aus dem ff kennt.

Der Club wurde in den letzten zwei Jahren komplett renoviert (Video). Nun gibt es insgesamt 24 50-Meter-Bahnen zum Schwimmen – von ganz früh morgens bis in den späten Abend hinein. Die Rennräder haben wir auch schon reserviert, 8 Tage lang die Insel erkunden. Mal sehen, wie viele Stunden im Sattel da zusammen kommen werden.

Das letzte Mal auf einer echten 400-Meter-Laufbahn bin ich zu meiner aktiven Leichtathletikzeit gelaufen – und das ist 30 Jahre her. Mal sehen, wie sich das mit nunmehr alten Knochen anfühlt. Ganz besonders freue ich mich aber auf das Schwimmen im Meer, mit Neo. Ich hoffe, die Wassertemperatur und die Strömung lässt dies zu.

Alles in allem hoffentlich die beste Möglichkeit, die Grundlage für das Finishen des Ironman Frankfurt 2017 zu legen.

PS. Das Video Un Día en Club La Santa von Eneko Llanos war schon immer eines meiner Favorites.

 

CT Rookie-Projekt 2016: Nach dem Triathlon ist vor dem Triathlon

(Kopie des Artikels im Main-Echo Rookie Blog vom 28. Juni 2016)

Moin Moin zusammen!

Habt Ihr Euch eigentlich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was Ihr mit der zusätzlichen Energie, Kondition und Kraft macht, die Ihr Euch in den vergangenen Monaten hart erarbeitet habt, wenn Euer erster Triathlon nach dem 10. Juli Geschichte ist? Es wäre doch schade, wenn die Schwimmbrille im Rucksack Patina ansetzen, die Kette des Rades mit Flugrost überzogen und die Laufschuhe im Keller vor sich hin müffeln würden.

Denn ihr wisst ja: Nach dem Triathlon ist vor dem Triathlon!

Wie wäre es deshalb mit einem Start beim Alzenau Triathlon am 11. September (http://www.triathlon-alzenau.de/)? Dieser ist für viele Triathleten der Saisonabschluss, hier kann man nochmal ohne Leistungsdruck einen Sprint hinlegen (Streckenlängen sind 550m/20km/5km), bevor man guten Gewissens für einige Wochen im Herbst die Beine hoch legen kann.

Derzeit sind noch über 250 Startplätze zu vergeben. Die Startgebühr beträgt 26 €. Es gibt mehrere Startgruppen ab 10 Uhr.

Wir sind schon eine kleine Gruppe von vier Startern, ich würde mich freuen, wenn die eine oder der andere von Euch Rookies hinzu kommen würde – schließlich seid Ihr dann ja keine mehr ;-). Ihr hättet den Vorteil, dass wir Euch am Wettkampftag ein wenig an die Hand nehmen könnten, um Euch den zweiten Start bei einem Wettkampf zu erleichtern – außerhalb eines Rookie-Projekts.

Keep cool!

– Jörg